Jochen

Die Bassisten von FluXmeister – Chris und Michael – hinterlassen große Fußspuren. Unfassbar präzise, energetisch und überlegt von beiden gespielt, macht es Spaß und Arbeit zugleich, die Bassparts bei FluXmeister auszuchecken und zu erarbeiten. Geprägt von respektvollem Umgang, großer Wertschätzung und einer angenehmen Prise Humor gestalten sich die Proben, immer mit dem Ziel den jeweiligen Song zur Reife zu entwickeln. Dass ich Joachim, Frank, Alex und Niels schon viele Jahre kenne, ist ein weiteres großes Plus. Ein halbes Leben lang auf der Suche nach einem musikalischen „Hafen“ steht nun fest, dass FluXmeister ein solcher werden kann.

Als Klarinettist und Saxophonist im Musikverein begeisterte mich zunächst die Musik von Bands mit Gebläse: Blood Sweat & Tears, Chicago, Tower of Power, Blues Brothers. Durch Bruder und Freundeskreis wurde ich aber auch auf folgende alte Bekannte aufmerksam: The Beatles, Led Zeppelin, Deep Purple, Pink Floyd, Queen, BAP, Rodgau Monotones, Crackers, Dire Straits, Joe Jackson, Supertramp, Simon & Garfunkel, Metallica und Iron Maiden. Mit Rockmusik als Maßgabe oder Inspiration in meinen ersten Bands, in denen Blasinstrumente leider nicht zum Zuge kamen, nahm der Sound der elektrischen Bassgitarre sehr plötzlich aber konsequent Raum und Zeit ein. Schnell lief eine Coverband und ein Projekt mit eigenen Songs parallel. Zudem setzten Bands wie Red Hot Chili Peppers, Rage against the machine und Jamiroquai in den 90er Jahren den Bass wieder als gleichberechtigte Stimme in den Mix einer Band, was meine Leidenschaft für das Instrument sehr beflügelte. Die Türen zu früheren Jahrzehnten gingen wieder auf: The Doors, James Brown, Motown, Herbie Hancock, Miles Davis und irgendwie entwickelte sich Jazz und jazzverwandte Musik zur Grundlage meiner weiteren Ausbildung und der Kontrabass bekam mehr Aufmerksamkeit. Nie Purist, war für mich alles erlaubt und zu meinem großen Glück auch möglich: Partyband, Genesis-Tribute, Künstler- und Chorbegleitung, eine große und eine kleine Tournee, Galajobs und Akustik-Pop. Danke FluXmeister, dass ihr quasi einem ausgewiesenen „Mehrkämpfer“ den Bass in der Band anvertraut!