Alex

Verhältnismäßig spät begann ich Musik zu machen. Mit 17 saß ich mit meinen Freunden zusammen; wir sangen Beatles-Songs, schmiedeten Pläne und gründeten die erste Band. Schon zu Beginn war klar, dass wir neben Pop- und Rock-Covern auch selber komponieren wollten.

Mein erster öffentlicher Auftritt fand vor 400 Leuten statt. Spätestens da hatte ich Blut geleckt und musste auf die Bühne. Meine Leidenschaft fürs Singen und Performen war geweckt.
Auf dem Weg immer ein bisschen besser zu werden und meine Grenzen auszuloten traf ich auf viele verschiedene Musiker und viele verschiedene Musikstile. Es gab keine Grenzen, und bewusst habe ich entschieden für alles offen zu sein. Es gab nahezu nichts was ich ausließ. Und alles machte mir Spaß!

Mein stetig wachsendes Repertoire öffnete mir immer mehr Türen, und ich gewann an Sicherheit und Professionalität. Abseits der Bühne hatte ich nicht so viel Glück und nach einigen persönlichen Tiefschlägen geriet die Musik ins Hintertreffen. Doch als ich mich wieder gefangen hatte, wollte ich meiner Leidenschaft, dem Singen, eine neue Chance geben und wiederum meine Grenzen erweitern. Ich absolvierte ein einjähriges Gesangs-Studium an der RPJAM in Gießen und fand viel Bestätigung und neuen Antrieb.

Mein Wunsch wieder eigene Musik zu machen wuchs stetig, doch ich hatte keine Vorstellung wo die Reise hingehen sollte. Da ich der Überzeugung bin, dass es im Leben keine Zufälle gibt, sondern einem das „zufällt“ was „fällig“ ist, wertete ich es als deutliches Zeichen als Joachim mich fragte ob ich mir vorstellen könnte bei FluXmeister als neuer Frontmann einzusteigen. Ich sagte spontan zu und bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung. Die Arbeit mit den Jungs geschieht auf höchst professionellem Niveau und zwischenmenschlich stimmt die Chemie.
Es gab und gibt einige Menschen, die mich auf meinem Weg begleiten und an mich glauben. Daraus schöpfe ich Kraft und Motivation meinen Weg weiter zu gehen. Wie ein neugieriges Kind entdecke ich mit wachen Augen die Welt immer wieder neu.

Ich mach‘ mich auf die Reise; auf die ein oder andere Weise.
Wer ist dabei?…

Joachim

„Elvis lebte in einem großen Palast und gehört zu den größten Stimmen, die es je gab. Er revolutionierte die Musik und war ein Rebell, der später große Probleme hatte und ein tragisches Ende nahm.“ Das Auszüge aus den Geschichten über den King, die mir mein Vater erzählte. Ich war noch ein Steppke und völlig fasziniert.

Später hat mein gut zehn Jahre älterer Cousin Deep Purple und Black Sabbath aufgelegt und mir zu verstehen gegeben, dass das richtig gute Musik war. Die Power der Gitarren hat mich so mitgerissen, dass ich mit etwa elf Jahren begann Gitarre spielen zu lernen.

Die härtere Gangart war schnell mein Antrieb. So rocken wie Led Zeppelin oder andere Classic-Rock-Bands. Das war’s was ich wollte.  So kam es zur Begegnung mit Frank Schirmer, der meine Leidenschaft teilte.

Später konzentrierte ich mich auf alle Arten von Musik. Von Heavy bis Jazz. Mein Ziel als Instrumentalist mein Leben zu meistern war schnell gefasst. Erst mal eine gute Ausbildung. Ich bereitete mich auf die Aufnahmeprüfung an Musikhochschulen vor und begann in Arnheim Jazz- und Popularmusik zu studieren.

Allerdings wollte ich für den Bauch musizieren, für das Herz. Nicht für den Kopf. Als junger Mensch wollte ich nicht so viel Zeit investieren, bis mir analytische und intellektuelle Dinge in Fleisch und Blut übergegangen sind. Ich wollte gleich den großen Kuchen!

Also gab ich das Studium auf und konzentrierte mich auf die Arbeit mit Bands, in der Hoffnung, dass ich auch ohne Abschluss mein Geld als Musiker verdienen kann. Hat geklappt ;-)!

Viel Zeit und Arbeit habe ich in Repertoire und souveräne Performance investiert.  So kam mit meinen bestehenden Projekten der Moment,  dass die Vorbereitung für bevorstehende Aufgaben immer leichter und weniger Zeitintensiv  wurde.

Jetzt war Platz dafür den Kreis zu schließen. Wieder eigene Musik zu machen. Und was lag näher als mich wieder mit Frank zusammen zu tun, mit dem schon zu Beginn meiner musikalischen Reise die Chemie gestimmt hat. Wir haben ein Team um uns geschart, mit dem es sofort abging wie die Post. Auch brennt mir vieles auf der Seele, was mir durch die eigene Musik möglich ist in Worte zu fassen und zu benennen.

So gibt es jetzt FluXmeister und das Buch liegt offen vor uns. Das Vorwort ist geschrieben und sogar die ersten Kapitel haben schon Formen angenommen. Ich hoffe sehr, dass es sich zur Enzyklopädie auswächst ;-). Ich freue mich auf alles was da kommen mag.…

Sebastian

Als Kind durch die Eltern geprägt, kam ich viel mit Boogie Woogie, Blues und Jazz in Berührung. Meine Eltern nahmen mich gerne mit in die verrauchten Clubs, wo mir die Augen brannten vor lauter Zigarettenqualm. Ich liebte diese Abende…

Davon beeindruckt wollte ich Piano lernen. Meine Lehrerin teilte leider nicht mein Interesse an der Improvisation und an Blues und Boogie. Ich nicht ihr Interesse an der Klassik. Und so machte ich blau, was natürlich rauskam und einen Riesenärger gab. Meine Eltern enttäuscht, ich irgendwie auch, die Lehrerin genau so, alles doof. Und das schlimmste: Mit dem Piano hat’s nie wieder so richtig geklappt.

Durch Klassenkameraden habe ich erst entdeckt – so in der 5. 6. Klasse – dass es auch groovige Musik mit verzerrten Gitarren gibt. So habe ich viel Hard n’Heavey, Grunge, Rock und auch Popmusik kennen gelernt.

Schwere verzerrte Riffs mit fetten Drums und einem charismatischem Sänger sind auch einfach immer noch toll. 🙂

Als junger Mann von der Digitaltechnik fasziniert, ergab sich das große Interesse nicht nur Musik zu machen, sondern auch zu produzieren und aufzunehmen. Zunächst beschäftigte ich mich mit meinen eigenen Sachen, aber schon immer wollte ich der Typ sein, der aufnimmt,  das Mikrofon perfekt positioniert und am Start ist, wenn die Musiker ordentlich abliefern. So sammelte ich erste Erfahrungen und bekam das Feedback, dass ich ein gutes Händchen dafür habe, das Beste aus einem Musiker/ Künstler heraus zu holen.

Dazu kamen viele Erfahrungen als Tontechniker im Livebetrieb. So gab und gibt es feste Bands, feste Locations, aber auch die Arbeit als Freelancer. Was diese Tontechniker halt so treiben. Auch da liebe ich es, wenn eine Band einfach brutal abliefert, und ich derjenige sein darf, der das ganze fett zu den Leuten transportiert. Tolle Momente!

Auf diesem Weg lernte ich Joachim kennen und bekundete mein Interesse an seiner Musik.  Und ehe wir uns versahen war FluXmeister – Firnis im Kasten. Fette Sache. Wir machen weiter. Ich der Typ am Pult und die Band mit der geilen Mucke!!!…

Niels

Mit dem Virus Musik infiziert habe ich mich durch die Dampfhammermusik der 90er Jahre. Alles was mit Wucht und Attitüde aus den Boxen rockte, kickt mich ungemein. Nicht zuletzt durch den Einfluss meines sehr musikalischen Bass spielenden Bruders lag es auf der Hand diesen Kick mit Fußmaschine und alles was die Schießbude so braucht in die Tat umzusetzen.

Die Jungs, die in den 90ern die Batterie bedienten, hatten natürlich ihrerseits auch große Vorbilder. Hier war ich wissensdurstig und entdeckte Schlagzeuger wie John Bonham, Steve Gadd oder Jeff Porcaro. So erweiterte ich meinen musikalischen Horizont und wurde für alles offen was groovt.

Unterstützend waren sicher auch meine ersten Jahre im Musikverein, so habe ich die kleine Trommel von der Pieke auf gelernt und war auch für diese Art des Musizierens  offen. In allen meinen bisherigen Projekten war mir diese Erfahrung sehr nützlich.

In meiner  Getränkeauswahl gebe ich mich gerne lokalpatriotisch und bestelle meinen Schoppen am liebsten sauer-gespritzt, so wie es auch in der nächstgelegenen Großstadt gerne gesehen wird. Aber auch der „Treffpunkt feiner Geister“ geht nicht Spurlos an mir vorbei.

Treffpunkt großer Geister wurde schnell der Porberaum bei den Concrete Pumps in Gründau. Ich hatte schon immer ein Auge auf die spannenden Musiker der Region geworfen und kam durch meine Offenheit schnell in Kontakt. So wusste ich von Joachim, mit dem ich auch schon vor FluXmeister viel Spaß bei einem Classic-Rock-Cover-Projekt hatte. Ebenso war mir Frank durch verschiedene Projekte bekannt.

Als die zwei mich fragten, ob ich offen sei für eigene Musik, sah ich die Chance einem lange gehegten  Wunsch gerecht zu werden und sagte sofort zu. Da ich mich hier auf für mich komplett neues Terrain begab, war ich zunächst unsicher was so passieren wird. Was soll ich sagen? Eine ganze verdammte Menge!

FluXmeister rockt! Und ich bin dabei!…

Frank

Mein Vater hat mir die Liebe zur Musik mitgegeben. Mit Hilfe der alten Tonbandaufnahmen, die allesamt die Helden der Label, Stax, Motown und Atlantic enthielten, hat er in mir die Begeisterung für den Groove und schwarze Stimmen ausgelöst. Von der Gitarre zu diesem Zeitpunkt keine Spur.

Später kam ich über meine ältere Cousine mit Queen in Berührung. Und damit auch mit meinem ersten Helden am Instrument. Die Beschäftigung mit Queen hat mich dann zum Classic Rock geführt und auch deren Vorbildern aus dem Blues.

Da ich schon einige Jahre auf einer „echten“ Brettholzgitarre meinen Vorbildern nacheiferte, wollte ich unbedingt das Instrument erlernen. Nicht nur die Musik faszinierte mich, auch das ganze Drumrum: Wie kommt es zu dem abgefahrenen Sound? Welches Holz braucht es für eine tolle Gitarre? Was ist mit Physik? So habe ich mit ca. 15 Jahren nicht nur intensiv begonnen mich mit der Gitarre zu beschäftigen, sondern auch mein erstes Instrument gebaut und begonnen mich mit Gear im Allgemeinen intensiv zu beschäftigen. Musikalisch war ich ziemlich autodidaktisch unterwegs, bis sich mit Joachim die Wege kreuzten. Eine erste Band war am Start.

Ab Anfang der 90er schwappten die Bands aus Seattle und das gesamte Spektrum rüber. Sie brachten die Erkenntnis, dass es mehr gibt als den 4/4 Takt. Nachdem sich die Wege mit Joachim trennten, der in den Wirren der Adoleszenz verloren ging, machten wir als Trio weiter. Noch stärker inspiriert vom Grunge der Westamerikaner. Immer noch mit dem Anspruch eigene Songs zu spielen.

Später folgte eine Zeit der Cover-Musik, und auch eine Rückkehr zu meinen Wurzeln. Stax, Motown und Atlantic waren wieder angesagt. Der Groove hatte mich wieder gepackt und hält mich bis heute fest.

Der Wunsch nach eigener Musik schlummerte jedoch immer noch in mir und Joachim hat ihn erneut geweckt. Durch die Jahre haben wir uns mal gefunden, mal wieder verloren, zeitweise überhaupt keinen Kontakt gehabt. Aber der Umgang war immer geprägt von gegenseitigem Interesse und Respekt. Ich hoffe das bleibt so und es entsteht noch viel Musik, die mir Quelle der Inspiration ist und Kraft gibt.

Vielen Dank sagt Frank.…

Christian-Umbach

Chris

Flower-Power-mäßig waren allerhand bunte Farben angesagt. Und damit auch die Musik, die meine Elterngeneration inspiriert hat. So kam ich sehr früh mit Jimi Hendrix und Pink Floyd in Berührung. Eine Farbe wurde sehr besonders für mich: Blau! Mit sechs Jahren kam ich mit dem blauen Album der Beatles in Berührung und war geflasht. Völlig! Bis heute ist die Liebe zu den Beatles ungebrochen.

Alles was danach kam ging mir ebenfalls gut rein. Was man heute Classic Rock nennt und was sich daraus entwickelt hat. Auch Brit Pop Bands wie Oasis, Supergrass oder Radiohead gehören zu meinen Favoriten.

Mit fünfzehn habe ich angefangen Bass zu spielen, weil es leichter aussah als Gitarre. Ein Jahr später habe ich mich dann auch den sechs Saiten zugewandt, weil man das ja dann automatisch auch kann, is‘ klar…

Ziemlich schnell kamen die ersten Schülerbands und die ersten Gigs. Melodiöser Rock nach britischem Vorbild war die Richtung. Gegenseitig haben wir uns gepusht und es wurde immer professioneller, Dinge ergaben sich und die Arbeit als professioneller Musiker schien möglich.

Seit 2010 arbeite ich als Musiker und liebe die Vielfältigkeit an meinem Beruf. So kann ich einem Lounge Jazz Gig auf einer gediegenen Hochzeitsfeier genauso viel abgewinnen wie einem Rockkonzert in der SAP Arena.

Kollegen schätzen meine Spontanität und Flexibilität an meinem Instrument über jede erdenkliche Stilistik von Jazz über Blues bis Rock. Ich mag es ausgecheckte Sachen anzubieten und mit handwerklicher Qualität bei der Sache zu sein. So war ich natürlich offen für den odd meter Krautrock der Jungs.

Therefore, as a free man, I take pride in the words:

»Ich bin ein FluXmeister«

Groove on!…