FluXmeister #3

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Blog #3/ FluX II, finale Recordingsession

Nach unserer anstehenden Mini-Tour ab 21.04. werden wir uns wieder bei Sebastian einfinden und die finalen BackingtraX zu FluX II einspielen. Song No12 steht musikalisch, es gilt noch den Text zu schreiben. Eine sehr interessante Nummer, die inspiriert ist von Rabih Abouh-Khalil und an die Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Mauren erinnert ;-).

Folgende Songs stehen:

  1. Ende Anfang ebenfalls
  2. Ich hab’ Lust
  3. Lass los
  4. Die Birne weich
  5. Weitweg
  6. Engelsgleich
  7. Liebe ist…
  8. Zentnerschweres Monster

 

Und folgende Stücke stehen noch an:

  1. Heute, Morgen, jeder neue Tag
  2. Unser Spiel beginnt
  3. BassDa
  4. Arbeitstitel: Phrygisches Riff

 

Es gibt wie immer spannende Rhythmik und tiefe Texte. Wie es scheint wird das neue Album noch direkter klingen. Und wohl tatsächlich in seiner Ausrichtung noch breiter aufgestellt sein.

Es wird auch spannende Performances geben, die nicht von den 4 FluXmeistern stammen. So werden wir für den Mittelteil von EAe einen großen Chor aufnehmen, den Carsten Altvater gesetzt hat. Das klingt wirklich abgefahren und erinnert an Supertzar von Black Sabbath. Aller Voraussicht werden wir wohl in der Marienkirche in Gelnhausen aufnehmen.

Außerdem wird Thomas Wimmer, Freunden der Hound Dogs und des Dirty Boogie Orchestra bestens bekannt, unser Album rhythmisch durch seine Fertigkeiten an der Perkussion bereichern.

So das alles passiert ist, ist Phase 1 abgeschlossen: Das Recording. Dann folgt Phase II: Das Mastering. Und Parallel die Gestaltung des Covers und Booklets.

FluXmeister auf dem Weg zum zweiten Album. Fein ;-)!

Ich freue mich darauf euch davon mehr in folgenden Blogs zu berichten.

FluXmeister #2

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Blog #2/ Reflektion der Live-Premiere am 26.03. im Lorbass in Gelnhausen

Live-Premiere!!! Große Erwartungen! Eines ist klar bei der eigenen Musike: Die Kiste muss auf den Punkt kommen. Und muss klingen. Und zwar richtig! Es gibt keinen Wiedererkennungswert und auch keinen Vergleich. Von den Besuchern abgesehen, die unser Album kennen. Aber selbst die erlebten viele neue Songs. Also: Gut spielen!

Und nicht nur die Band hatte Live-Premiere. Auch die Technik, die an dem Abend benutzt wurde. Hier habe ich mich nicht lumpen lassen und in Material investiert, mit dem man richtig gut klingen kann. Die eigene Mucke sollte nicht wie: “Ja, da ist Potenzial.”, sondern wie: “Hey Mann, fett, krass, geil!” rüberkommen ;-). Und das hat viel mit Sound zu tun!

Wir hatten uns für 18 Uhr verabredet, Seb und ich kamen allerdings etwas später. Er hatte die Anlage im Auto, noch frisch in Kartonagen verpackt, und rief mich um 16 Uhr an: “Hey, du wolltest doch schon die ganze Zeit eine Kamera kaufen. Wollen wir das vorm Gig noch erledigen? Dann können wir den gleich aufzeichnen.” Gute Idee! Haben wir gemacht! Also hatte auch der Aspekt Filmen Premiere! So haben wir die Möglichkeit unsere Performances zu analysieren und können Videos online stellen.

Wir waren also etwas später, gegen 18.30 Uhr vor Ort. Die jungfräuliche Anlage wurde ausgepackt, die Backline aufgebaut und in entspannter Atmosphäre Soundcheck gemacht.

Gemächlich füllte sich das Lorbass. Es war toll zu sehen, dass Leute kamen, um FluXmeister Live zu sehen. Der Support von meiner Familie hat mich sehr gefreut. Nina und Josh waren da. Kristin, Teresa, Michael. Auch Freunde, die den Abend schon mit Spannung erwartet haben. Großen Dank auch an Jürgen und Samuel Parr, die den Abend fotografisch festgehalten haben. Samuel wird unser Tourfotograf! Tolle Sache! Hier darf man schon auf die Bilder des Abends gespannt sein.

Viele habe ich vermisst, die mich glücklich gemacht hätten, so sie da gewesen wären. Mit deren Erscheinen ich auch bisweilen fest gerechnet hatte. Ein lachendes und ein weinendes Auge…

Es waren gut 150 Leute im Lorbass, als wir gegen 22 Uhr angefangen haben. Lass los ist einfach ein Brett-Opener ;-). Da war gleich klar wohin die Reise geht. Ein Song, der auch funktioniert wenn die Nervosität der Band groß ist – die ich allerdings nicht als übermäßig wahrgenommen habe. Das war eine entspannte aber fokussierte Performance. Von Beginn an.

Wir hatten den Fokus ganz klar auf die Songs gelegt. Mit nur zwei Tutti-Proben für das gesamte – doch bisweilen anspruchsvolle – Repertoire, war auch keine Zeit Show und Performance zu proben. Und so auch das Plus: Musikalische Qualität. Und Minus: Performance.

Die Songs waren fett. Tolle Musiker! Tolle Band! Das kann ich ganz unumwunden sagen. Das Repertoire ist schwer und mächtig, hat auch seine leichten Momente und ist eine spannende Reise durch Raum und Zeit. Durch die häufigen Wechsel der Gitarren allerdings, begründet durch die unterschiedlichen Tunings – den Stimmungen – der Gitarren und der unterschiedlichen Attitüde der Songs, gab es immer wieder Pausen, die einen durchgehenden Fluss unserer Performance nicht ermöglicht haben. Die Songs als solche haben zwar meist einen Werk-Charakter und bieten durch ihre großen dynamischen Bögen die Möglichkeit sich immer wieder mit auf die Reise zu begeben. Aber die richtig große Show hat Flow von der ersten bis zur letzten Note.

Aber hey! Es war die Live-Premiere in unserem Haus-Club. Die Musik stand für uns im Vordergrund und es ist gut zu wissen, wo die Felder sind, die es zu beackern gilt. Die ersten kritischen Reflexionen gab es schon beim Abbau. Wir haben schon konkrete Ideen und Show und Performance werden natürlich auch durch die Routine wachsen.

Nicht zu vergessen: Es ist eine große Herausforderung sich auf musikalisches Material einzulassen, das man nicht kennt. Und hier war ich freudig überrascht, wie viele Menschen sich eingelassen haben und unsere komplette Show aufmerksam verfolgt haben. Gerade viele junge Menschen haben mir tolles Feedback gegeben.

Eine spannende Reise nimmt ihren Lauf. Vielen Dank FluXmeisters! Vielen Dank Leute!

FluXmeister #1

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Blog #1

Eigene Musik machen… Ok. Über die Jahre hörte ich immer wieder zwei Dinge von Musikern: Willst du mit deinem Potenzial nicht mal aus deiner Rolle des Rock’n’Rollers ausbrechen und etwas anspruchsvoller werden? Jazz?

Und zweitens: mach doch mal was eigenes.

Beides faszinierend. Doch mein vorrangiges Ziel war von der Musik zu leben. Nicht um jeden Preis. Ich möchte nicht nur mit guten Musikern zu tun haben, sondern auch mit Menschen, die ich achten kann und ein gegenseitiger respektvoller Umgang möglich ist. Was nicht voraussetzt immer auf einer Wellenlänge zu sein. Außerdem möchte ich Musik machen, die mich kickt, die ich gerne spiele.

Im Grunde geht es immer um Harmonien und Melodien. Daher gibt es keinen Stil, den ich verteufeln würde. Aber Vorlieben gibt es schon. Und es braucht die für mich stimmige Attitüde und den für mich stimmigen Sound. Stücke immer wieder zu spielen und von mal zu mal zu spüren, dass man da was macht, was sehr weit von einem weg ist, wird auf Dauer unerträglich. Und ich habe den Stil gefunden mit dem das für mich möglich ist. Rock’n’Roll, Rockabilly, Neo Rockabilly, all das Zeugs. Meine Stimme passt gut zu diesem Stil. Die Energie stimmt. Die Gitarrenarbeit ist ungewöhnlich, tricky und lässt Freiraum zur Improvisation. Und die ganze Kiste basiert auf dem Blues, der für mich die Essenz dessen ist, was Musik ausmacht.

Sich dem Jazz zu widmen bleibt aber natürlich faszinierend und ist für mich nicht neu. Diese Musik hat mich jahrelang unglaublich fasziniert, aber als ich entschieden habe nicht mein ganzes Leben von Musik dominieren zu lassen, war klar, dass ich nicht bereit bin den Einsatz zu bringen, den es braucht, um als Jazzmusiker leben zu können. Als Bereicherung meiner musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten aber in jedem Fall spannend. Mit der Zeit fand der Jazz tatsächlich sogar Einzug in mein konzertierendes Leben. Mittlerweile bin ich auch Big Band – Musiker. Und zwar mit großer Freude.

Und jetzt das ganz große Thema: Eigene Musik. Ja, auch dazu kam es. Sogar zu einem Plattenvertrag.

Jetzt gieße ich ordentlich Wasser in den Wein: Ich denke in letzter Zeit viel an Debatten, die ich führte und in denen ich, kraft meiner Erfahrung als konzertierender Musiker, vermeintlich pessimistisch die Position vertrat, dass dieser ganze Einsatz nicht belohnt wird, wenn man ihn aus kommerziellen Gründen erbringt. Er muss aus Passion erfolgen und nicht weil die Welt den großen Jazzmusiker Joachim Villwock braucht oder die Songs, die er schreibt. Und mich der Aussagen erwehren musste, dass der Rock’n’Roll ja ganz nett ist, aber was ich wirklich von dir hören will, ist große Kunst. Ja super ;-).

Mittlerweile mache ich große Kunst. Zumindest wenn ich der Argumentation meiner Kollegen folge. Und wer kommt um sich das anzuhören? Na, die Kollegen jedenfalls nicht. In jedem Fall nicht regelmäßig ;-). Und die konzertanten Big-Band-Gigs und die Gigs mit eigener Mucke stoßen auf deutlich weniger Resonanz als der Rock’n’Roll. Und warum? Weil wir Musiker nicht für uns Musiker musizieren. Wenn wir Musiker überhaupt zu den Kollegen gucken gehen, dann vielleicht einmalig. OK, ich hab’s gesehen und habe es verstanden. Es wird, gerade in unserem Kulturbetrieb, fast ausschließlich verglichen. Wo stehen die Kollegen qualitativ, in ihrer Performance, Sound, etc. Ist die Analyse beendet, erfolgt in der Regel kein weiterer Konzertbesuch.

Obgleich ich und viele Kollegen die ich kenne, den Anspruch Kollegen zu begeistern als Antrieb bezeichnen würden, ist die gelebte Erfahrung in der Hinsicht ernüchternd. Musiker sind nicht das Publikum für Musiker. Zumindest nicht, wenn es um Augenhöhe geht. Vielleicht ist es auch typisch deutsch Bewunderung nur Menschen entgegenbringen zu können, die weit außerhalb des persönlichen Vermögens oder Dunstkreises liegen.

In jedem Fall sehe ich mich darin bestätigt meinen musikalischen Weg nach meiner Leidenschaft auszurichten. Immer mit dem Bewusstsein, dass das Publikum, welches mir möglich macht von der Musik zu leben, nicht bewertet wie tight ich einen Sechzehntel-Run hingekniedelt kriege, sondern eine spannende und unterhaltsame Zeit erleben will. Selbstvergessenheit oft verknüpft mit der Erinnerung an eine gute Zeit. Ich möchte zwar nicht nur Nostalgie bedienen. Ich möchte auch am Puls der Zeit sein. Und ich möchte auch mir selbst eine spannende und unterhaltsame Zeit bieten.

Eines möchte ich in jedem Fall: Für Spannung und Unterhaltung sorgen.

Und was ich euch verspreche. Ob Musiker oder Laie, Skeptiker oder Optimist: Ihr erlebt mit FluXmeister eine spannende und unterhaltsame Zeit!